Luise tischt auf – Luisenstadt (Berlin)

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Projektbeschreibung

Projektbeschreibung
(Abgabeleistung der Studierenden)

 

 

0_Ausgangslage
Der Ankerort für das Projekt LUISE TISCHT AUF ist die Markthalle Neun im Berliner Bezirk Kreuzberg, genauer im Quartier der Nördlichen Luisenstadt. Seit 2009 versuchen die Betreiber der Markthalle aufzuzeigen, wie Anders-Essen und Anders-Einkaufen in der Stadt möglich sein kann. Dazu ersetzen sie großflächige Discounter durch kleinteilige Lebensmittelhändler, welche ihre Ware teilweise sogar vor Ort produzieren. Dadurch soll die Herstellung von Lebensmitteln aus der Anonymität heraus und zurück in das städtische Umfeld gebracht werden. Heute ist die Markthalle Neun beliebtes Ziel für Tourist*innen, aber auch für viele Berliner*innen. Trotz vieler verschiedener Angebote bleiben die Anwohner*innen der Markthalle fern. Grund dafür ist wahrscheinlich das sehr spezielle Angebot und die hohen Preise. Die meisten erledigen ihren Großeinkauf weiterhin in dem integrierten ALDI Discounter. Das Ziel, die Produktion von Lebensmitteln im alltäglichen Leben der Kreuzberger Bevölkerung zu integrieren konnte allein durch das Angebot der Markthalle Neun noch nicht erreicht werden. Auch fehlt es in und um die Markhalle an Platz, um in größeren Mengen zu produzieren oder urbane Landwirtschaft zu betreiben.

01_Das Konzept
Ziel des Projekts LUISE TISCHT AUF ist es, urbane Landwirtschaft und regionale Erzeugnisse im Quartier erlebbar zu machen. Dabei knüpft das Konzept an bestehende Strukturen an und versucht diese durch neue Elemente zu stärken. Dabei wurden unterschiedliche Maßnahmen in unterschiedlichen Maßstäben entwickelt. Es wurde darauf Wert gelegt, ein überwiegend kostengünstiges und niedrigschwelliges Angebot zu schaffen, welches sich in den Alltag der Kiezbewohner*innen integriert.

Produktion
Das Quartier der Nördlichen Luisenstadt bietet einige Potenzialflächen, um urbane Landwirtschaft zu integrieren. Die größte Fläche liegt direkt an der Spree, an dem denkmalgeschützten Viktoriaspeicher. Hier kann ein neues Produktions- und Vertriebszentrum für urbane Landwirtschaft entstehen. Der Viktoriaspeicher dient dabei als Lager und Vertriebsort. Zusätzlich wird ein mehrgeschossiges Gewächshaus nach dem Vorbild von https://www.verticalharvestjackson.com/ errichtet. Auf dem Grundstück bleibt genug Platz, um Wohnraum sowie Gemeinschaftsgärten zu realisieren. Des Weiterenn gibt es auch einige Dachflächen, auf den zukünftig urbane Landwirtschaft betrieben werden kann. Auf dem Dach des Zeughofes Kreuzberg https://beos.net/objekte/zeughof-in-berlin-kreuzberg/ entsteht beispielsweise ein Lehr- und Gemeinschaftsgarten. Hier können die Mitarbeiter*innen ihre Pausen verbringen oder nach Feierabend gemeinsam gärtnern. Zusätzlich gibt es auch viele frei zugängliche Grünflächen im Quartier. Besonders rund um das Bethanien, ein ehemaliges Stiftskrankenhaus, sind viele (ungenutzte) Freiflächen. Diese bieten ein großes Potenzial für die Realisierung öffentlicher Gemeinschaftsgärten.

Vertrieb
Der Vertrieb der lokalen und regionalen Produkte soll sich bestmöglich in das alltägliche Leben der Quartiersbewohner*innen integrieren. Die verschiedenen Angebote der lokalen Händler werden in einer gemeinsamen App gebündelt. Die Bestellungen werden per Lastenrad im Quartier verteilt. Es wird entweder nach Hause oder an den Arbeitsplatz bzw. an die Kita oder Schule geliefert. Das digitale Angebot wird durch Pop-Up-Märkte ergänzt. Hier können an festen Tagen Bestellungen abgeholt werden oder an dem Stand eingekauft werden. Zusätzlich wird einmal pro Woche die LuisenBox angeboten. Zusammen mit der Markthalle Neun und dem Schulcatering werden drei verschiedene Boxen entwickelt: die SchülerBox, die MarkthallenBox und die MitarbeiterBox. Diese enthalten jede Woche ein anderes saisonales Rezept zuzüglich der benötigten Zutaten und sollen verschiedene Zielgruppen ansprechen. Über die Angebote im Quartier informiert der KiezKalender.

 

Universität

TU Berlin

Bearbeitungszeitraum

April – Juli 2018

Bearbeiter*innen

Julia Gräbel
Sihui Wu

Studiengang:
Stadt- und Regionalplanung

Kategorien:

Anerkennung
Einzelhandelsstandorte
Nahversorgung
Öffentlicher Raum
Wettbewerb 2018